Benny Greb - Tour Tagebuch

    24.10.2006

Benny Greb - Tour Tagebuch

berlin

ich hatte eh einen gig die nacht davor in berlin , also war es kein weiter weg vom letzten termin der Strom und Wasser tour zu sound and drumland ... allerdings ist es schon immer ein witziges gefühl, wenn eine tour in die andere übergeht ohne pause.
ich musste noch einen leihwagen zurückbringen und dann starteten milan und ich mit dem aufbau. wir hatten noch viel zeit und da wir eh noch nicht laut sein ... bzw. mit dem soundcheck beginnen durften, entschlossen wir uns, schon im hotel einzuchecken, wo ich versuchte noch etwas zu schlafen. (ich hatte die nacht nämlich mit meinem guten freund felix lehrmann noch bis 5 uhr morgens musik gehört und über alles mögliche geredet ...) natürlich konnte ich nicht schlafen, und so checkte ich meine mails und schaute das unglaublich stupide fernsehprogramm. um 6:00 holte mich milan ab und ich stimmte das set – freute mich über den guten sound.
berlin empfing mich mit offenen armen und guter stimmung in einem überfüllten sound and drumland. es waren auch viele nichtschlagzeuger, lokale musiker und gute freunde da – wie schee.
was ein toller tourauftakt ... freu mich auf mehr und danke noch mal an michael und martin vom sound and drumland berlin.


hannover

ich bin ein hörbuch fan ... es gibt wohl kaum einen besseren weg, lange autofahrten zu bestreiten, und so schallte unmittelbar nach der anfahrt heinz strunk mit „fleisch ist mein gemüse“ aus den lautsprechern. das drama um den kautzigen tanzmuker und seine pubertären probleme ist einfach genau das richtige zwischen raststätten und staus.
in den nachmittagsstunden erreichten wir das PPC, welches ich schon selbst als workshopbesucher kannte. ich hatte bock und war voller energie. wahrscheinlich hatten das auch die „bayerischen aktionswochen“ der Raststätte zu verantworten ... mit so viel fleisch im magen muss ja irgendwas passieren.
der soundcheck verlief etwas wirr, aber zuguterletzt hiess es dann auch „daumen hoch“. ich zog mich zurück, trommelte mich etwas warm, um dann eine clinic voller guter fragen und gags zu spielen. noch am selben abend erreichten mich zahlreiche mails mit positivem
feedback...
danke michel und seinem team von PPC


paderborn

hallo erstmal – der für mich bekannteste sohn paderborns ist definitiv rüdiger hoffmann. jetzt verweisen bestimmt die paderborner ureinwohner zu recht auf bekannte dichter und denker, die aus dieser stadt kommen, aber ... sorry, ich bin rüdiger hoffmann-fan.
diesmal gabs chinaessen ... immerhin gute abwechslung zu bayern.
rainer schallenberg entpuppte sich sofort als absoluter musikliebhaber und schwärmte über die gute akustik seines ladens, doch war sich nicht zu schade, für „besseres saallicht“ mehrere
neonröhren eingenhändig auszudrehen ... natürlich unter beifall der besucher. zudem gab er (um das schonmal vorwegzunehmen ) nach der clinic noch ordentlichen jazz auf einer uralten hammondorgel zum besten ... herrlich.
ein toller abend und gute stimmung.

    
bochum

„bochum, ich komm aus dir...“ oder sowas sang schon der grosse Grönemeyer ... na dann auf in die sagenumwobene stadt. nach einer ordentlichen portion heinz strunk + autobahn erreichten wir house of drums. und kaum angekommen schwebte ein drumtechartiger servicegeist in der luft. kurz nachdem ich meine bassdrum ausgepackt hatte, wurde schon ein
kleiner riss (am luftausgleichsloch des resonanzfells) entdeckt und repariert.
ein laden, der nach aufbau der anlage, etwas licht und bestuhlung etwas „jazzclub“-ähnliches hatte. so gut umsorgt war auch der soundcheck im nu gegessen und ich hatte zeit mich im laden umzusehen und ein kleines warmup zu machen.
leider stellte mir carsten noch suchtverdächtige chips auf den tisch im backstage ... gott sei dank war auch milan zur stelle ... sonst hätte ich die tüte allein gegessen. trotz chips (oder wegen?) konnte ich mich schön auf mein instrument und die fragen der zuschauer konzentrieren und es wurde eine runde sache.
danke hierfür nochmal an matthias, carsten, marco und ebi (oder so) für den sound

 

köln wir erreichten das drumcenter gegen 15:00 uhr. der relativ klein anmutende laden entfaltete sich überraschend, als er tatsächlich für die clinic komplett leer geräumt wurde ... wohin die das ganze zeug gepackt haben, ist mir ein rätsel ... doch ich ziehe meinen hut vor so viel einsatz. danke an dieter und sein team. schon brach bei mir die kaufwut aus „... aah, diese stanton moore dvds habt ihr die beide da? ... ach und dieser drumteppich, der iss ja praktisch ... könnt ihr mir den schicken?“ die hütte wurde brechend voll und die stimmung dementsprechend gut. nur das puppentheater nebenan beschwerte sich kurz mal ... aber was will man machen?... weiterspielen.:-) wieder traf ich viele alte freunde, die gekommen waren ... und wieder merkte ich, wie geografisch verstreut meine bekannten doch sind. alles in allem eine tolle erste hälfte der tour ... doch plus der strom und wasser tour davor freute ich mich nach 2 wochen auf zwei off days.   frankfurt an den 2 off days hatte ich zum glück etwas zeit, sport zu machen und freunde und familie zu treffen .. herrlich ...doch: jetzt hiess es: auf zur 2ten halbzeit ... ich traf mich mit meinem webmaster und drumsigns-Inhaber volker und josh am frankfurter hbf. die jungs lassen mich nie im stich, wenn ich in der gegend spiele und sind immer für ordentliches junk food zu haben. ein paar filetstreifen bei kfc später fuhren wir zu musik schmidt ..., wo schon gerd und seine mannen auf uns warteten. es stand ein feiner workshopraum zu verfügung, der mit einer anlage und kleiner bühne optimal war. das ding war dann auch wieder randvoll und so wurde es auch schön warm:-)... die autogrammstunde danach wurde nett und gesprächig ... und wieder traf ich alte freunde aus studiumszeiten. danach ab ins hotel zur teuersten pasta meines lebens ... eieiei.


waldkirch

bevor wir wieder auf die autobahn fuhren, holte ich mir noch ein verspätetes frühstück bei einem bäcker um die ecke und checkte meine mails im hotel. nochmal danke an euch alle für soviel feedback ... klasse!!
das hörbuch von heinz strunk hatten wir längst durch und so blieb milan und mir nichts anderes übrig, uns über politik, musik, kapitalismus und überhaupt den sinn des lebens zu unterhalten ... eine strapaze.:-)
doch die strecke war schön und führte durch atemberaubende natur.
beim drumhouse angekommen hatten wir genug zeit für aufbau, soundcheck und studieren von krautrock-DVDs, die fritz im laden in „heavy rotation“ laufen liess.
sehr gute stimmung kam auf und deftiges griechisches essen sorgte für einen guten abschluss des abends und einen tiefen schlaf.

    
schorndorf

hrgs ... DHL ist einfach nicht zu trauen ... die cds, die ich vom verlag zum laden geordert hatte, waren nicht da ... bei nachforschungen stellte sich raus, dass der postmann zwar die richtige adresse und PLZ hatte, aber aus versehen nach „doris only“ statt „drums only“ gesucht hatte – das leben hat sie seltsamsten farben.
doch nach gehörig viel apfelschorle und etwas schweiss war alles aufgebaut ... nur der ton und die camera machten noch ein paar probleme. doch es wurde noch alles rechtzeitig geregelt und die clinic verlief herrlich.
danach ging’s zum italiener mit einem kellner (übrigens verblüffende ähnlichkeit mit ilja richter), dessen scherze genauso trocken wie sein rotwein waren – herrlich.
danke an frank und sein team


ravensburg

hach ja ... man könnte sentimental werden ... der letzte date der tour.
das hotel in schorndorf hatte es eilig, uns auszuchecken und so ging’s bald ab auf die autobahn. das hotel in ravensburg war allerdings kult ... überall ausgestopfte tiere ... aah ... und die location einfach der absolute hammer. das gonzales.
marc und johannes vom musikhaus lange begrüssten uns und man ging sofort in fachsimpeln betreffend „fleisch ist mein gemüse“ über.
auch hier fanden sich wieder alte freunde und viele fans ein. am liebsten hätte ich noch viele weitere stunden über musik und alles mögliche geredet ... aber jede clinic und tour hat einmal ein ende ... schnief.
tolles ambiente und ein toller abschluss der tour ... danke an die jungs und herrn lange himself.
 

vielen dank an alle, die das möglich gemacht haben!
special thanks an milan, der mir die ganze zeit schutzlos ausgeliefert war – einen tollen job gemacht hat.
und überhaupt das ganze sonor team!!
ausserdem natürlich meinl, promark, remo, beyerdynamic, drumsigns,
... aber vor allem EUCH, die ihr zu den clinics gekommen seid und mir so viele tolle mails
geschrieben habt.

Weitere Infos finden Sie hier:

www.bennygreb.de